Die top W's zum Thema Zecken

Die top W's zum Thema Zecken

Diese kleinen Tiere, oft unbeliebte Besucher bei Hund und Mensch. Trotz Schutzmaßnahmen sind wir schon oft zum Arzt gefahren oder haben die kleinen Krabeltiere selbst entfernt.

Doch ab wann muss man sich gegen die zähen Biester schützen? Was machen die Zecken eigentlich und welche Mittel gibt es gegen sie? 
Wir haben für Euch nach Antworten gesucht und diese zusammengetragen. 

 

Wann ist Zeckenzeit? 

Grob kann man sagen, dass die Zeckenzeit von Februar bis Oktober reicht. 

Bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius fallen die Tiere in eine Winterstarre und sind daher nicht aktiv. In milden Wintern kann sich die Zeit daher auch schon mal verlängern.  Sobald die kalten Tage mit Frost vorbei sind, wachen die Tierchen auf und machen sich auf die Suche nach neuen Futterquellen.

Was sind Zecken?

Zecken gehören zu der Familie der Spinnentiere, welche an den acht Beinen zu erkennen sind. Genau genommen gelten sie als Milben, die kleinste Form der Spinnentiere. Zecken sind durchaus hoch funktionell, so passen sie schnell ihr Verhalten an äußere Veränderungen an. Parasiten werden sie deshalb genannt, weil sie sich von dem Blut anderer Tier ernähren. 

Was machen Zecken? 

Zecken sind kleine Parasiten, die sich bei Wirbeltieren, wie Mensch oder Tier (dem Wirt) festbeißen und sich von dessen Blut ernähren. Um sich Weiterzuentwickeln oder Fortzupflanzen, benötigen die Zecken das Blut des Wirtes. Der Verlust des Blutes ist für die Wirbeltiere irrelevant. Weitaus gefährlicher sind die Zecken dadurch, dass sie Überträger für Krankheiten sind oder sein können. 

Zecken sind anfänglich sehr klein und bleiben daher oft erst im Fell unserer Hunde hängen und suchen nach einer geeigneten Stelle, bevor sie zubeißen. Dieses tun sie dann gerne an geschützten Stellen, wie der Achselhöhle oder am Hals und wachsen dann erst durch das Blut des Wirtes.

Zecken beißen mit Ihrem Mundwerkzeug eine Öffnung in Ihren Wirt und graben dann mit ihrem Stachel eine Grube in die Haut, welche sich durch den Stich mit Blut füllt. Da die Zecke das Blut immer wieder absaugt und somit wächst, füllt sich diese Stelle immer wieder mit frischen Blut. 

Was ist zu machen, wenn eine Zecke gefunden wird? 

Wie bereits beschrieben, krabbeln die Zecken anfänglich noch über das Fell. Daher ist dieses der beste Moment sie zu entdecken, Oft gibt es nicht nur eine Zecke auf dem Fell, daher sucht Euren Hund genau ab, ob sich noch weitere Zecken im Fell "verstecken".

Sollte sich die Zecke im Körper des Wirtes festgebissen haben, müssen sie so schnell wie möglich entfernt werden. Hierbei ist es wichtig, dass die Zecke "komplett", also inklusive des Stechapparats, entfernt wird. Wenn man Erfahrung beim Entfernen der Parasiten hat, nutzt man am besten eine Zeckenzange (Diese gibt es u.a. in Apotheken und Drogeriemärkten). Alternativ könnt Ihr auch zu einem Tierarzt gehen und lasst die Zecke dort entfernen. Oft geht das auch ohne Termin und gegen ein kleines Trinkgeld. 

Was kann ich präventiv gegen Zecken machen? 

Zecken können Borreliose übertragen und verschiedene Infektionskrankheiten auslösen. Es gibt eine Vielzahl an weiteren Krankheiten wie Babeiose, Rickettsiose, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Ehrlichiose und Anaplasmose. Nicht alle können durch Impfungen vermieden werden. Daher benötigt man eine gute Vorbeugung gegen Zecken. In jeden Fall solltet Ihr einen Arzt aufsuchen, wenn Ihr Euch unsicher seid oder das Gefühl habt, dass Euer Hunde durch einen Zeckenbiss leidet. 

Es gibt zwei Kategorieren von Schutzmittel:

  • repellierende Mittel, die vor dem Befall von Zecken schützen
  • Mittel, die die Zecke abtöten, wenn die Zecke im Fell ist und gestochen hat

 

Hier eine kleine Übersicht:  

Kokosöl - (repellierende Wirkung):

Kokosöl enthält Laurinsäure und soll den Befall der Zecken um 80% reduzieren. Hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass das Öl bis zu 60% Laurinsäure enthält. 

Spot On Präparate & Ätherische Öle:  Schwarzkümmel-, Kreuzkümmel-, Lavendel- , Citronella- oder Teebaumöl - (repellierende Wirkung):

Hier gibt es Öle, welche mit dem Futter verabreicht werden können und andere müssen wiederum ins Fell eingerieben werden. Grundsätzlich gilt große Vorsicht, denn dieses Öle müssen stark verdünnt werden, damit sie keine Allergien verursachen. Öle die ins Fell einmassiert werden, sollten auch gut dosiert sein, so daß der Hund beim Ablecken nicht das Öl aufnimmt. Grundsätzlich gilt kleinen Mengen zwischen die Schulterblätter oder in den Nacken einmassieren, sodass das Tier nicht selbst herankommt. Gibt es auch Katzen im Haushalt, sollte ganz auf ätherische Öle verzichtet werden, denn für Diese können die Öle hochgiftig sein. 

Bernsteinketten - (repellierende Wirkung):

Hier werden rohe ungeschliffene Steine genommen, damit diese den Harzgeruch entfalten können und sich elektrisch aufladen. Diese elektrischen Schwingungen sowie der Geruch sollen die Zecken abschrecken. Wichtig hierbei ist, dass der Hund die Kette erst eine Weile und dauerhaft tragen muss, damit sie wirken kann. Es gibt viele Befürworter für Bernsteinketten, dennoch gelten die Bernsteinketten auch als sehr umstritten.  

Keramik Halsbänder - (repellierende Wirkung):

Hier wird kein herkömmliches Keramik verwendet sondern Emiko EM Pipes. Diese enthalten kleine, positive Mikroorganismen, die in einer aufwändigen Herstellung in die Pipes eingebrannt werden. Diese Mikroorganismen (Bakterien) beeinflussen das Hautbild deines Hundes positiv und helfen die natürliche Abwehrfunktion der Haut zu unterstützen.

Tabletten vom Tierarzt z.B. Frontline, Credelio, ELanco etc.  (keine repellierende Wirkung):

Die meisten dieser Lösungen sind Monatstabletten. Es gibt aber auch einige Dreimonatstabletten, die als verträglicher gelten, da der Hund die Medikamente weniger oft einnehmen muss, wenn auch in einer höheren Dosierung. Im Unterschied zu den voran beschriebenen Ölen und Ketten, bewirken Tabletten, dass die Zecke bei  der ersten Blutmahlzeit abstirbt. D.h. die Tabletten können nicht verhindern, dass die Zecke an den Hund gelangt. Dafür wirken sie umso effektiver, wenn sich die Zecke im Wirt festgebissen hat. 

 

Fazit: 

  • Das Wichtigste ist, daß Ihr Euren Hund regelmäßig auf Zeckenbefall untersucht und diese sofort entfernt.
  • Eine Impfung gegen Boroliose hilft sehr gut, um zumindest diese schwerwiegende Krankheit zu verhindern. Schützt allerdings nicht gegen andere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können. 
  • Die Ein- bis Dreimonatstabletten sind grundsätzlich eine gute Lösung, um die Zecken abzutöten. 
  • Bei den repellierenden Produkten hat uns das Kokosöl am meisten überzeugt, da es für andere Tiere keine Gefahr darstellt und auch bereits einige Studien vorliegen, die die Wirksamkeit bestätigen.

Wuff - wir wünschen Euch eine zeckenfrei Zeit! 

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